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Verbandsgeschichte


NiMS - NBGV - MVBN:
50 Jahre Minigolfsport in Niedersachsen

In diesem Jahr besteht der Minigolfsport-Verband Bremen/Niedersachsen 50 Jahre. Ein solches Jubiläum ist sicher ein Anlass zum Feiern, aber auch für einen  Rückblick darauf, wie alles begann.

Minigolf in Niedersachsen fing im November 1961 an.

Nach dem Krieg entwickelte sich ein breites Bedürfnis nach Freizeitangeboten. Vor allem in Erholungs- und Urlaubsgebieten begann man, ein aus Amerika kommendes Geschicklichkeitsspiel zu installieren, bei dem man mit einem Gerät, Schläger genannt, einen kleinen Ball über Hindernisse hinweg in ein Ziel bringen musste: Minigolf. Dieses Spiel wurde schnell beliebt bei den Urlaubern, und viele Menschen hätten das Spiel auch gern das ganze Jahr über daheim gespielt. So fanden sich bald Unternehmer, die überall im Land Minigolf-Bahnen errichteten.

Auch in Niedersachsen boomte das Geschäft. Allein im Raum Hannover gab es Anfang der 60er Jahre schon 5 Anlagen. Das Spiel fand schnell viele Freunde, und bald kam der Wunsch auf, sich mit Gleichgesinnten zu vergleichen, also Wettkämpfe durchzuführen.

Schon 1960 gab es zwei Minigolfvereine in Niedersachsen: den 1. Sport-Club für Miniaturgolf Hannover (1.SCMGH) und den Miniatur-Golf-Club Bad Zwischenahn. Die Mitglieder dieser beiden Vereine gründeten den Niedersächsischen Miniaturgolf-Sport-verband (NiMS).

Nach erfolgter Gründung des Verbandes entstanden im Jahr 1962 vier, in 1963 sechs neue Vereine, die sofort Mitglied im Landesverband wurden.

Anfangs gab es nur einen landesweiten Spielbetrieb von Göttingen bis Bad Zwischenahn. 1964 wurden zwei Bezirke gebildet und ein Mannschaftswettbewerb ausgetragen. Die Wertung erfolgte so, dass der Heimverein gegen alle Gastvereine spielte und für jeden Sieg 2 Punkte bekam. Die Gastmannschaften konnten jedoch nur maximal 2 Punkte je Turnier gewinnen, und zwar nur dann, wenn sie den Heimverein geschlagen hatten.

Damals gab es noch Anlagen, auf denen nur 12 Bahnen vorhanden waren. Dann wurden statt der üblichen 2 Durchgänge zu 18 Bahnen 3 Durchgänge zu 12 Bahnen gespielt.

Das Ballmaterial war sehr überschaubar. Es gab vom Großgolf die sogenannten „Springer“, dazu bunte Weichplastik-Bälle und genoppte Vollgummi-Bälle. Am Labyrinth stand stets ein mit Wasser gefülltes Gefäß zum Befeuchten der Bälle, damit sie nicht aus der Bahn sprangen. Sehr begehrt waren die in den südlichen Nachbarländern auf den Plätzen gebräuchlichen  „Schweizer“. Ende der 60er Jahre gab es dann die Punktbälle, eine Serie von 6 Bällen mit farbigen Punkten. Auf Turnieren sollten dann nur diese Bälle gespielt werden. Es sollte das spielerische Können, nicht das Material über Erfolge entscheiden. Doch daraus wurde nichts, weil die Hersteller die gleichbleibende Qualität der Bälle, was Voraussetzung für Chancengleichheit der Spieler war, nicht gewährleisten konnten.

Schon in der Anfangsphase des Landesverbandes war die Mitgliedschaft im Landes-Sport-Bund (LSB) ein eminent wichtiges Ziel. Die Aufnahme-Formalitäten nahmen ganze 11 Jahre in Anspruch, bis Minigolf 1974 als anerkannter Fachverband im LSB Niedersachsen aufgenommen wurde.

Die Vereine waren bei der Ausübung des neuen Sports auf das Wohlwollen der privaten Platzbesitzer angewiesen. Auch sie waren in einem internationalen Förderverband (IMV) organisiert, der die Konditionen für die Nutzung durch Vereine festlegte. Dieser Verband förderte die Landesverbände finanziell. Die Nutzung der Miniaturgolf-Anlagen durch Club-mitglieder war gebührenpflichtig, Wettkämpfe (auch Punktspiele) mussten mit dem Platzbetreiber abgesprochen und von ihm genehmigt werden. Die Vereine mussten sich zudem bei der Herrichtung und Unterhaltung der Anlage einbringen. Bei starkem Publikumsbetrieb konnte die Nutzung der Anlage durch Vereinsmitglieder untersagt werden.

Diese – aus Sicht der Betreiber berechtigten – Einschränkungen behinderten merklich die Entwicklung der Vereine. Deshalb gab es relativ früh den Wunsch vor allem größerer Vereine nach einer eigenen Sportanlage. Es dauerte aber bis 1974, bis der MGC Einbeck als erster niedersächsischer Verein die Sportanlage im Einvernehmen mit dem Eigentümer in Eigenregie  übernehmen konnte.

Heute sind in Niedersachsen nahezu alle von Vereinen bespielte Minigolf-Plätze im Besitz der Vereine.

Von Anfang an war der MVBN im Sportbetrieb sehr engagiert vertreten. Schon 1963 waren 2 Aktive des LMC Hannover Mannschafts-Europameister. Superstar seiner Zeit von 1966 bis 1976 war zweifellos Hans-Jürgen Witzel aus Salzgitter, der zwei Einzel- und vier Mannschaftstitel bei Europameisterschaften gewann. Bereits 1962 stellte Niedersachsen mit Klaus-Peter Otto einen Deutschen Meister bei den Herren. Beim Aufbau eines überregionalen Spielverkehrs war der MVBN durch die Beteiligung an der Nordliga und der Bundesliga Nord beteiligt. Zu den Wettkämpfen der Landes-Auswahl-Mannschaften traten wir immer an, obwohl wir viele Jahre immer glorreicher Letzter wurden. Erst ab Mitte der 80er Jahre hatten wir den Anschluss an die vorderen Ränge geschafft.

Durch den immer mehr auch auf Beton-bahnen ausgedehnten bundesweiten Spielbetrieb und dem Umstand, daß der MVBN über keine geeignete Trainings-möglichkeit im Verband verfügte, reifte die Planung für den Bau einer verbandseigenen Betonanlage als Bahnengolf-Zentrum in Verbindung mit einer Eternit-Anlage. Zusammen mit dem BGC Hannover, der sich aus den zwei hannoverschen Vereinen SCMGH und LMC gründete, gelang es 1982, sechs Jahre nach der ersten Anfrage bei der Stadt Hannover, das Niedersächsische Bahnengolf-Zentrum Hannover-Mühlenberg zu eröffnen.

Der schnelle und kontinuierliche Auf- und Ausbau der Verbandsstrukturen ist vor allem auf das Wirken unseres Ehrenpräsidenten Gerhard  Snaga zurück zu führen, der die Leitung und damit die Verantwortung des Verbandes mehr als 40 Jahre lang auf sich genommen hat. Zudem war er auch noch auf Bundesebene, zunächst als Sportwart, dann viele Jahre als Präsident tätig. Ihm verdanken wir u. a. die frühzeitige Kampfrichter-, Übungsleiter- und Trainerausbildung.

Heute ist der MVBN ein sehr erfolgreicher Landesverband. Das gilt sowohl für den sportlichen Bereich als auch organisatorisch. Bei allen größeren Sportveranstaltungen sind niedersächsische Sportler/innen vertreten und zwar erfolgreich. Mit dem DMV verbindet uns eine lange konstruktive Zusammenarbeit und aktive Unterstützung bei seiner Arbeit.

Der MVBN wird  das goldene Jubiläum im November im Rahmen eines Empfangs in der Sportschule des LSB Niedersachsen in Hannover mit Gästen aus Politik, Sportverwaltung, Aktiven, verdienten Mitgliedern und seinen Vereinen begehen. Die Vorbereitungen für diesen großen Tag laufen auf vollen Touren.

Im nächsten Jahr geht das Jubiläum auf die Sportanlage mit einer großen Fete für Aktive, Fördermitglieder und Angehörige.

Henning Wolf
MVBN-Präsident

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